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Rent a Cook

„Rent A Cook“ - Ein Profi hilft beim Kochen. Ein Schweizer Maestro aus Salzburg schwingt den Kochlöffel und putzt hinterher auch noch die Küche.

Kochen macht Spaß - aber nur, wenn keine Gäste da sind? Gegen die leidvolle Erfahrung vieler Gastgeberinnen und Hobby-Köche hat ein in Salzburg lebender Schweizer ein Gegenrezept: „Rent A Cook“. Am Schürzenzipfel des Gourmet-Kochs geht es fachkundig ans Einkaufen und Vorbereiten, ehe der Maestro zum Mieten den Kochlöffel schwingt. Die Kundin oder der Kunde darf dabei durchaus in die Töpfe schielen. Nach Wunsch tanzen zusätzlich Kellner und Sommelier an. Abschließend sorgt der Meister eigenhändig auch noch für Glanz in der Küche, versprochen.

Gastronomiefachleute sehen in der Idee des für einen glanzvollen Anlass mit vielen Gästen oder auch nur ein stimmungsvolles Tete-a-tete angemieteten Koch(team)s längst einen Trend in der Branche. Beliebt sind solche Angebote auch als Geschenk für Geburtstagskinder, die eigentlich schon alles haben, oder in Form eines Kochkurses mit Freunden. Küchenmuffel werden schonend in die Welt der Zubereitung von Gaumenfreuden eingeweiht, Hobby-Köche freuen sich über Tipps und Tricks aus Profi-Hand.

Dem 30 Jahre alten Manuel Wagner ist die Idee nach einer seiner Kochvorführungen auf einer Fachmesse gekommen, als zwei ältere Damen sehnsuchtsvoll seufzten: „So einen bräuchten wir zu Hause...“ Das sei im November 1999 gewesen, berichtete der Schweizer mit Wohnsitz in Salzburg im APA-Gespräch. Mittlerweile kocht er pro Woche zwei bis drei Mal als „Miet-Maestro“ auf. Die Kunden kommen „aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur“, aber auch viele „ganz Private“ seien darunter, versichert Wagner. Details würde er dazu nie verraten, das Motto „Der Kunde ist König“ gilt auch für die Wahrung der Privatsphäre.

Wer die Gerichte des Schweizers speist, darf sich sozusagen in guter Gesellschaft wähnen. Bevor Manuel Wagner selbstständig und Mietkoch wurde, richtete er u.a. als Chef de Partie im Osloer Hotel Continental Feste und Empfänge des norwegischen Königshauses aus. Die Liebe zum Kochen hat ihn schon als Bub im Familienbetrieb gepackt. Die Ausbildung zum Küchenchef machte er noch vergleichsweise profan im Generalstab der Schweizer Armee, ehe er in Gourmet-Hotels in seiner Heimat und in Salzburg „diente“. „Ich bin in der Gastronomie aufgewachsen, habe die Lehre gemacht und mich weitergebildet. Die Arbeit in den großen Häusern hat mir dann sehr getaugt“, so der 30-Jährige.

Heute kann man Manuel Wagner österreichweit buchen. Je nach Entfernung wird der Küchenzauber leider teurer: Für die Anreise nach Wien muss man mit einem Aufschlag von rund 220 Euro rechnen. Wie viel die Schmauserei insgesamt kostet, hängt direkt von den Wünschen der Kunden ab. Die reichen von schmackhaften 30 Euro pro Person bis zum fünfgängigen Menü, für das der Gastgeber schon einmal 160 Euro pro Kopf hinblättern kann. Geboten wird dafür Haute Cuisine, aber auch traditionelle österreichische, Schweizer und skandinavische Küche sowie asiatische und Fischspezialitäten.

Oder man legt das nächste Grillfest in die Hände des Gourmet-Kochs. Der hat einmal immerhin schon 150 Personen auf einmal mit Ripperln und Koteletts versorgt. Ein Gaumenschmaus, der einen ganzen Tag lang dauerte.

  • „Rent A Cook“ im Internet: www.rentacook.com

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    Dienstag, 9. Juli 2002

    08:41 Uhr

    Austria Presse Agentur

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